[Rezension] Die Vernichteten (Ursula Poznaski)

Die Vernichteten
Infos zum Buch:
Autor/in: Ursula Poznanski
Seiten: 528
Verlag: Loewe (Juli 2014)
ISBN: 978-3-7855-7548-2
Preis: 18,95€ (HC)
Genre: Jugendbuch, Dystopie, (Thriller)
Reihe: "Eleria"-Trilogie
  1. Die Verratenen
  2. Die Verschworenen
  3. Die Vernichteten

Vorsicht! Spoilerwarnung, da es sich um den letzten Band der Reihe handelt!

Klappentext:
Nun kennt Ria das schreckliche Geheimnis, den Grund dafür, dass der Sphärenbund sie töten wollte. Trotz widriger Umstände macht sie sich auf den Weg, um die drohende Katastrophe zu verhindern und das Leben von Clans und Sphärenbewohnern zu schützen. Doch dann offenbart sich ihr etwas, womit sie nicht gerechnet hat. Etwas von solcher Grausamkeit, dass es fast unvorstellbar scheint. Etwas, das alles, was sie bisher an Verschwörungen aufgedeckt hat, bei Weitem übertrifft.

Meine Meinung:
Ria hat endlich das Rätsel gelöst und weiß nun, dass "Dhalion" ein gefährlicher Virus ist, mit dem die Kinder aus den Clans vom Bewahrer (beim Clan Schwarzdorn ist es Quirin) infiziert werden. Falls sie von den Sentineln geraubt werden, werden sie im jugendlichen Alter zu regelrechten Zeitbomben in den jeweiligen Sphären. Eine Sphäre wurde bereits auf diese Art komplett ausgelöscht und Dhalion hat schon tausende Menschen auf dem Gewissen. Wenn ein Baby nicht entführt wurde, gibt Quirin ihm "Dhalions freundlichen Bruder", also das einzige Heilmittel gegen dieses hochinfektiöse Virus. Ria muss unbedingt zu Aureljo und Dantorian und sie heilen, bevor das Virus in ihnen ausbricht und sie Sphäre Vienna 2 damit infizieren! Als wenn das nicht schon schwierig genug wäre, gibt es große Unruhen im Clan Schwarzdorn und Sandor muss um seinen Titel als Clanoberhaupt kämpfen.

In diesem finalen Band scheint die Welt es gar nicht gut mit Ria zu meinen. Schlag auf Schlag begegnen ihr neue Hindernisse und weitere scheinbar unlösbare Probleme, die sie an den Rand der Verzweiflung drängen. Diese Entwicklung zeigt sich mit jeder weiteren Seite und die Situation wird immer kritischer und hoffnungsloser. Doch Ria, Sandor, Tycho und Andris geben nicht auf und halten zusammen, was die Autorin sehr authentisch beschreibt.

Frau Poznanski beweist wieder einmal, wie gut sie sich in ihre Protagonistin hineinversetzen und ihre Gefühle und Gedanken in der jeweiligen Situation sehr überzeugend wiedergeben kann.  Es vergeht nur ein Augenblick und schon war ich wieder vollkommen in Rias Welt gefangen und ich konnte mich gut an die vorherigen Ereignisse erinnern. Ihr Schreibstil ist flüssig und wirklich leicht zu lesen, sodass die Seiten nur so dahinfliegen. Ria hat sich sehr verändert und doch behält sie viele ihrer Eigenheiten, wie ihr besonderes Sprachtalent oder ihren Mut, den Dingen auf den Grund zu gehen und die Wahrheit herauszufinden, mag sie noch so niederschmetternd sein. So geht es ihr anfangs auch mit ihrer wahren Herkunft, denn ihre Wurzeln sind tatsächlich bei den Außenbewohnern.

Die vielen Fragen, die mir im zweiten Band aufgekommen sind und die das Gesellschaftssystem betreffen, welches in diesen Büchern vorherrscht, werden in diesem finalen Band glücklicherweise beantwortet. Solche Hintergründe finde ich bei Dystopien absolut unverzichtbar, denn sonst wirkt die Geschichte insgesamt einfach sehr unglaubwürdig. Jedoch muss ich sagen, dass mir der Spannungsbogen im zweiten Band ein wenig besser gefallen hat, als in diesem Band und es gab meiner Ansicht nach schon ein paar langatmigere Passagen, bei denen ich das Buch meist weggelegt habe. Zum Ende hin holt die Autorin aber wieder sehr viel auf und es wird unfassbar spannend!

Alles in allem bin ich sehr begeistert! Man spürt wie die Zeit rast und die vielen Probleme, mit denen unsere Protagonisten zu kämpfen haben, bestärken nochmal die hoffnungslose Stimmung. Es ist bemerkenswert, wie lange Ria mit all der Verantwortung auf den Schultern zurecht kommt, auch wenn man gegen Ende hin immer deutlicher merkt, dass sie bald keine Kraft mehr hat. Als Fan dieser Reihe, habe ich die Charaktere sehr gerne auf ihrer Rettungsaktion begleitet und mit ihnen gebangt und getrauert und mich mit ihnen gefreut. Ich kann dieses Reihenfinale nur weiterempfehlen und überhaupt; diese Reihe sollte man als Jugendbuch-Fan unbedingt gelesen haben!

Fazit:
5 von 5 Punkten! :)
Ein gelungener Abschluss!

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