[Rezension] Wächter der Unterwelt - Schlüssel der Ewigkeit - Sandra Todorovic

Infos zum Buch:
Autor/in: Sandra Todorovic
Preis: 2,99€ (Kindle-eBook)
Seiten: ~500
Reihe: "Wächter der Unterwelt"-Reihe
  1. Schlüssel der Ewigkeit
  2. ?

Klappentext:  → Link!

Eigene Zusammenfassung des Anfangs:
Die siebzehnjährige Sara Davis lebt mit ihrer Großmutter und ihrem Vater in New York und besucht die High School, an der ihr Vater selbst Direktor ist. Sie alle haben immer noch mit dem Tod von Saras Mutter zu kämpfen, welchen Sara sogar mitansehen musste. Seitdem verfolgen sie allerdings auch heftige Albträume und das permanente Gefühl, von jemandem beobachtet zu werden, aber sie kann es niemandem erzählen, weil sie Angst hat, für verrückt erklärt zu werden.

Auf der High School sind Keira und Sam ihre besten Freunde und es ist mehr als überraschend, als Sam Sara merken lässt, dass er mehr von ihr möchte als nur Freundschaft. Doch Sara schwebt ein ganz anderer Junge vor Augen - Dante Craven, der unglaublich gutaussehende und neue Mitschüler. Das erste Mal begegnen sie sich, als Sara hört, wie er Klavier spielt und als sie seine blauen Augen sieht, ist es um sie geschehen. Doch Dante scheint einen inneren Kampf auszufechten, wann immer sie sich begegnen, denn er flirtet in dem einen Moment mit ihr und im nächsten meidet er sie. Sara vermutet bereits, dass er ein gefährliches Geheimnis hat, doch sie will nicht aufgeben...

Meine Meinung:
Das Cover sagt einem leider so gar nicht zu. Der Hintergrund besteht aus einem Meeresausblick und unruhigem Wetter und insgesamt ist alles einfach viel zu dunkel. Das eigentliche Motiv; ein Mann mit einem langen, schwarzen Umhang und einem ebenfalls schwarzen Schwert, der uns nur den Rücken zeigt, geht durch diesen Hintergrund vollkommen unter. Zudem passt auch die Schrift und Schriftfarbe des Titels so gar nicht zum Gesamtbild. Die Platzierung des Untertitels ist sehr ungünstig gewählt, da er sich genau auf dem Motiv befindet. Insgesamt also nicht sehr clever umgesetzt, da das Ganze im ersten Augenblick vom Kauf abschreckt.

Das Buch fängt wirklich toll an, geschickt und flüssig wird der Leser in die Geschichte hineingeführt und gleich zu Anfang erfährt man von Saras und Dantes erster, schicksalhafter Begegnung. Schon hier wird deutlich, dass es sich bei diesem Buch nur um ein "leichtes" Lesevergnügen handeln wird, was ich auch gar nicht negativ sehe, denn viele Leser sind eben auch auf der Suche nach leichter Lektüre. Der Schreibstil der Autorin ist ganz okay, allerdings gibt es noch holprige Formulierungen und zwischendurch sogenannte "Füll-Dialoge", die eigentlich überflüssig sind. An der Sprache an sich könnte man auch noch feilen, denn oft waren Ausdrücke falsch oder wirkten einfach zu umgangssprachlich. Nichtsdestotrotz bewundere ich die Autorin für ihre Fantasie, mit der sie diese Welt liebevoll erschaffen hat, denn einige Elemente haben echtes Potenzial für eine spannende Geschichte. Die gesamte Story wird hauptsächlich aus Saras Sicht in Ich-Form und in Vergangenheit erzählt, später aber auch aus Dantes Sicht.

Sara und Dante scheinen zunächst wie recht gute Protagonisten. Sara ist direkt und trotzdem ganz normal, wie "das Mädchen von nebenan" mitsamt einer Prise Temperament. Sie ist ganz nett, doch ich habe mir sowohl bei ihr, als auch bei Dante viel mehr Tiefe gewünscht. Leider konnte ich deswegen auch keine Verbindung mit ihnen aufbauen, da sie mir einfach zu flach erschienen. Diese Oberflächlichkeit verstärkt sich leider zunehmend, als es damit weitergeht, wie Sara eine Tratsch-Runde mit ihren Freundinnen unternimmt und es nur darum geht, dass Freundin X in Typ Y verliebt ist, aber Typ Y nicht in sie, sondern Typ Z, der Freundin X aber gar nicht auffällt, weil er so schüchtern ist, u.s.w. u.s.f.

Ich war froh, als Saras Freundeskreis in den Hintergrund rückt und es mehr um Sara und Dante geht, deren Verhältnis mit der Zeit immer seltsamer wird. Sara weiß sehr früh, dass sie in Dante verliebt ist, denn Dante macht viele Andeutungen bei denen jedes Mädchen wohl auf diese Gedanken kommen würde. Jetzt kommt allerdings der große Aspekt, der mich am meisten an diesem Buch genervt hat: Dantes wirklich abnormale Stimmungsschwankungen! So leid es mir tut, aber so extrem viele Verhaltensänderungen in so kurzer Zeit sind einfach nicht mehr verständlich. Am Anfang ist es noch nachvollziehbar, denn man erfährt später auch warum Dante sich nicht entscheiden kann, ob er mit Sara zusammen sein will oder nicht, aber dass er auch noch konsequent so weitermacht, hat mich ziemlich in den Wahnsinn getrieben und meine Leselust gehörig reduziert. Ich habe mich dann immer wieder gefragt, wie Sara das aushält und was sie überhaupt an ihm findet, wenn er sie doch immer wieder zurückstößt. Dementsprechend wirkte die Liebesgeschichte sehr unauthentisch, aber ich gestehe mir an dieser Stelle auch ein, dass Liebe eigentlich nie Sinn macht.

Dann gibt es einen weiteren Kritikpunkt. Ich tue das wirklich sehr selten und überhaupt nicht gerne, aber meiner Ansicht nach, sind die Parallelen nicht übersehbar. An vielen Passagen hat mich die Struktur der Handlung stark an die Biss-Saga erinnert, was ich ziemlich schade fand. Es kommen keine Vampire vor, jedoch sind verschiedene Handlungsstränge einfach zu ähnlich. Darauf gehe ich auch nicht stärker ein, da mich speziell diese Stellen gelangweilt auch enttäuscht haben und ich eigentlich den Eindruck habe, dass die Autorin sehr wohl in der Lage ist sich etwas Eigenes auszudenken, was sie am Anfang und auch am Ende definitiv beweist. Der Mittelteil kam mir deshalb wirklich sehr lang vor und ich musste mich sehr durchkämpfen.

Das Ende war dann wieder eine positive Überraschung, der den Leser auch neugierig auf die Fortsetzung macht. Nach der großen Enttäuschung im Mittelteil, war dies wieder ein Hoffnungschimmer für das Buch. Trotzdem kann ich im Großen und Ganzen diese Geschichte leider nur bedingt weiterempfehlen, weil mich Saras und Dantes Geschichte einfach nicht mitreißen konnte. Mein persönlicher Eindruck ist, dass die Autorin über echtes Potenzial verfügt, aber "Schlüssel der Ewigkeit" eben noch zu unausgereift ist und Mängel vorweist.

Fazit:
2 von 5 Punkten!
Leider zu unausgereift.

Vielen Dank an Sandra Todorovic für das Rezensionsexemplar! :)

Kommentare:

  1. Das tut mir leid, dass du das Buch nicht mochtest. Wenn viele Parallelen zu anderen Bücher bestehen, finde ich es immer nervig und langweilig... achja... ich hoffe du hast TFIOS bestellt! TUE ES!!! Bitte! DU MUSST! Ich hoffe es gefällt dir.. und ich hätte schwören können, dass ich die Rezi zu Nick and Norah bei dir gelesen habe, aber dann habe ich es wohl vergessen... mea culpa, mea maxima culpa...
    Sry.
    Liebe Grüße
    Christine

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  2. ;)
    Aah, mach ich! BALD.
    Ja, das passiert jetut schon öfters, dass andere meinen, ich hätte eine Rezi zu Büchern geschrieben, die ich noch nicht mal gelesen habe. ^^
    No problemo. ;)

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