[Rezension] Die Sturmjäger von Aradon - Magierlicht - Jenny-Mai Nuyen

Infos zum Buch:
Autor/in: Jenny-Mai NuyenPreis: 13,00 €
Seiten: 400
Verlag: Blanvalet
Reihe: "Die Sturmjäger von Aradon"-Reihe
  1. Feenlicht
  2. Magierlicht

Vorsicht! Dies ist die Rezension zum zweiten Buch einer Reihe und kann Spoiler enthalten!

Klappentext:
Im Lebendigen Land tobt ein magischer Krieg, und die Sturmjägerin Hel gerät zwischen alle Fronten. Denn die Magiergilde, in deren Auftrag sie Jagd auf gefährliche Dämonen macht, verdächtigt Hel, selbst den Untergang der Menschheit herbeizuführen. Die Magier wollen sie einer gefährlichen Prüfung unterziehen, die sie wohl kaum überleben würde. Hels letzte Hoffnung ruht nun ausgerechnet auf den Schultern von Mercurin – einem mächtigen Dämon, den die junge Frau eigentlich bekämpfen müsste …

Cover und Buchtitel:
Das Cover zum zweiten Band passt genau so wenig wie das Erste zur Geschichte, aber es ist trotzdem ein Eyecatcher und überzeugt mit einem wunderschönem Kunstwerk. Während das Cover zum ersten Band warm, hell, harmlos und zauberhaft aussieht, offenbart sich hier praktisch das magische Gegenteil: dunkel, gefährlich, gerissen und übernatürlich magisch. Leider lässt sich das magische Wesen nicht mit der Geschichte verbinden, passt aber wiederum zum Cover des ersten Bandes. Ich finde besonders das Gesicht der Frau sehr ausdrucksstark, sie sieht provozierend und herausfordernd aus und ist gleichzeitig sehr schön. "Magierlicht" macht deutlich, dass Band 1 und 2 zusammengehören und es passt auch sehr gut! In dieser Story geht es nämlich um Feenlichter, aber auch um Magierlichter. Super!

Schreibstil und Charaktere:
Jenny-Mais erste Trilogie wird wohl doch keine Trilogie! Es bleibt bei einem Zweiteiler, was ich sehr schade finde. Denn ich persönlich habe diesen Sinneswandel auch in der Geschichte bemerkt, denn anstatt dass ich mich wieder in dieser zuvor lebendigen, tiefgründigen und künstlerischen Welt verliere, kam es mir so vor, als wollte die Autorin die Geschichte endlich zuendeschreiben und dadurch ist bei mir die Leidenschaft für diese Geschichte verloren gegangen. Alles wurde leicht aufzählerisch, als ginge man eine To-Do-Liste durch, zuerst erlebt Hel das, dann passiert plötzlich das und jenes u.s.w. Die kleinen Überraschungen und der Wow-Effekt ging darunter verloren. Wie gesagt, ich finde das sehr schade, aber das Buch war natürlich kein vollkommener Reinfall! Der Schreibstil ist trotz allem sehr gut lesbar und oft wunderschön. Einige Stellen sind sogar so schön, dass ich sie zitieren möchte:
Zitat:"Durch viele Nächte lauf ich rufend
Und lausch der Bäume Rauschen.
Ihre Zweige bergen dich -
Könnt' ich mit ihnen tauschen!
Ein schöner Vogel ist dein Herz.
Schillernd wie nichts, was ich sah.
Ein Schweif am Himmel, ungreifbar." (Seite 179, von Mercurin vorgetragen)
Die Geschichte wird in Vergangenheit in der Sie/Er-Form und hauptsächlich aus Hels Sicht erzählt. Zwischendurch wird aber auch aus Anetáns, Saraides, Mutter Meers (Oyara), Karats und Mercurins Sicht erzählt.

Hel weiß immer noch nicht wer sie ist, hat keine Ahnung woher sie kommt, aber die schwere Lage lässt sie auf andere Gedanken kommen. Sie wird mit einem Magiermeister und einer Gruppe von ausgewählten Leuten, darunter auch Nova, losgeschickt, um den Isen Karat, der ein Totenlicht in seine Hände bekommen hat, einzufangen. Es gibt vier Dämonen und vier Totenlichter. Ein Dämon wird alle Lichter in sich vereinen und das Ende der Welt herbeirufen. Die vier Dämonen müssen sich also gegenseitig bekämpfen, um alle Totenlichter zu bekommen. Aber dass ausgerechnet Karat, kein Dämon, sondern nur ein isischer Schwertkämpfer, ein Totenlicht findet ist überraschend. Mercurin ist einer der Dämonen und jagt den Isen. Doch die Stimmen leiten und führen Karat, sodass er Mercurin nicht sofort in die Hände fällt.

Derweil hat Hel Träume. Sie träumt, sie sei Karat und begleitet ihn in seiner Flucht vor dem Dämon. Manchmal ist sie auch Mercurin, wobei dieser ihre Präsenz jedoch bemerkt. Hel kann nicht aufhören an Mercurin zu denken, obwohl er doch ihr Todfeind ist! Er hat schließlich ihre Truppe auf dem Sturmschiff ermordet! Auch Mercurin verleugnet sich selbst, wenn er sagt, dass er nicht an Hel denkt. Hels übernatürlichen Fähigkeiten, die Träume, ihr spezielles Auge, mit dem sie Lirium sehen kann, ihre unbekannte Vergangenheit, ihre überhaupt unbekannte Identität... Alles hängt irgendwie zusammen. Wer ist sie?

Meine Meinung:
Das Ende von Hels und Mercurins Geschichte hat ein paar Schwächen. Nichts desto trotz, hat mir das Buch gut gefallen, ich habe es schnell durchgelesen und wurde vom Ende dann doch nochmal überrascht! Das Ende ist wirklich perfekt, da kann ich wirklich nichts gegen sagen. Ich denke, mir hat am Anfang einfach nur gefehlt, dass das lebendige Land auch wirklich lebendig scheint. Die Autorin hat das zuvor mit bildhaften, künstlerischen und warmen Beschreibungen geschafft. Doch da man als Leser nun natürlich schon weiß, wie die Welt von Hel aussieht, ist es nicht mehr nötig das Land nochmal zu erwähnen. Ich habe es allerdings dann doch vermisst. Jedenfalls gibt es dieses Mal auch eine wunderschön poetische Seite, die ich sehr genossen und geliebt habe. So schön Hels Welt auch ist, sie ist auch kaputt, rau und halbtot. Wie sagt man? "In der Vergänglichkeit liegt die Schönheit." :)

Fazit:
Ich vergebe 4 von 5 Punkten!
Ein bisschen schwächer als Band 1, aber ein tolles Ende! :)

Kommentare:

  1. Hallo Lydia!

    Du wirst von mir getaggt. Dabei handelt es sich um den "Herzbuch-Tag" indem du ein Buch benennen musst, dass dir viel bedeutet. Mein Post dazu erscheint erst morgen (Montag). Da ich dann allerdings bereits internetlos bin, möchte ich dir heute schon Bescheit geben :)
    Montag kannst du auf meinem Blog vorbeischauen und dir die Aufgabe genauer ansehen.
    Ich hoffe du freust dich über den Tag!

    Mein Blog:http://annies-buchzauber.blogspot.de/

    LG Anni

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  2. Gibt es denn verschiedene Ausgaben? Ich habe ja jetzt auch beide Bände und das Cover von Band zwei sieht anders aus O.o

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  3. Jap, das Cover von Blanvalet sieht wie oben aus, das von CBT wieder anders. :)

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Danke für dein Kommentar! :) ♥