[Rezension] Prinzessin Sakura 1 - Arina Tanemura [Manga]

Infos zum Manga: 
Mangaka: Arina Tanemura
Preis: 6,50€
Seiten: 180
Verlag: TOKYOPOP
Genre: Romance, Fantasy, Supernatural, Historical
Originaltitel: Sakura Hime Kaden
8 Bände, wird noch weitergeführt

Klappentext:
Auf einem einsamen Berggut weitab der kaiserlichen Hauptstadt lebt die 14-jährige Prinzessin Sakura. Von Kindesbeinen an ist sie dem kaiserlichen Thronfolger versprochen, doch Sakura pfeift auf diese Heirat. Als eines Tages der Gesandte Aoba auftaucht, um sie zum kaiserlichen Hof zu geleiten, nimmt Sakura die Beine in die Hand und flieht. Doch in den dunklen Wäldern ihrer Heimat lauern ihr die Yokos - menschenfressende Monster - auf!

Cover und Titel: 
Das Cover ist der Zeichnerin atemberaubend gelungen! Prinzessins Sakura trägt einen wunderschönen Kimono, hat einen Fächer in der Hand und um sie herum fliegen lauter kleine Kirschblüten herum. Außerdem sind in ihren blonden Haaren rosa Blumen eingeflochten, wodurch sie noch hübscher aussieht. Das Bild enthält so viele einzelne Details, dass man zuerst nicht weiß, wohin man gucken soll. Diesmal hat Arina Tanemura die Protagonisten aus einer Art "Schnappschuss"-Perspektive gezeichnet. Die Figur ist mitten in einer Bewegung und dies wird in einem "Foto" festgehalten. Deshalb auch der leicht überraschte Blick von Prinzessin Sakura. Ich finde das Cover sehr gelungen, es sticht sehr heraus und vermittelt mit dem Kimono eine etwas historische oder altertümliche Geschichte.

Einstieg und Charaktere:
Prinzessin Sakura ist 14 Jahre alt und lebt in einer einsamen Gegend. Nachdem ihr Bruder gestorben ist, lebt Sakura völlig allein. Zwar sind die Schamanin Byakuya, Sakuras Zofen und Asagiri (ein winziges Geschöpf, das sie von Menschenhändlern bekommen hat und sich selbst als eine Dienerin Sakuras hält) bei ihr, aber von ihrer Familie ist Sakura keiner mehr geblieben und sie fühlt sich sehr einsam... Von Kind auf ist sie dem Thronfolger Prinz Ora versprochen, sie sind miteinander verlobt und sollen bald heiraten. In der damaligen Zeit ist es üblich sehr früh verheiratet zu werden, besonders wenn man vom Adel ist, wie Prinz Ora und Prinzessin Sakura. Als der Tag gekommen ist an dem Sakura zu Prinz Ora reisen soll, wehrt sich die Prinzessin. So lange war sie allein und plötzlich soll sie zu ihm gehen? Warum hat er sie nie besucht? Und wieso war dieser Gesandte namens Aoba so ein Kotzbrocken?

Sakuras Geschichte ist sehr traurig und melancholisch. Umso kostbarer ist es, dass Sakuras Lächeln und ihre Freude andere Herzen wärmt und sie so stark bleibt. Sie hat alles verloren und steht mit 14 Jahren schon auf eigenen Beinen. Hätte sie Asigiri, Byakuya und die Zofen nicht, würde sie niemals überleben, denkt sie. Aber eigentlich ist sie auch aus eigener Kraft unglaublich stark. Sie weiß, dass sie mit Prinz Ora verlobt ist und hasst ihn dafür, dass er sie nie besucht hat. Auch wenn er ihr Briefe geschickt hat, kann Sakura es ihm nicht verzeihen. Deshalb entschließt sich Sakura dazu, zu flüchten! Das führt jedoch dazu, dass ein Yoko (eines der menschenfressenden Monster, die verschiedene gruselige Gestalten annehmen) sie aufspürt. Zum Glück kommen ihr Aoba und Byakuya zur Hilfe, doch was sagen sie ihr da? Sie ist der direkte Nachkomme der Mondprinzessin Kaguya (Mondprinzessinnen kommen aus dem Reich des Mondes, können Yokos mithilfe von dem Schwert Chizakura (Jap. für "Blutkirsche") töten und wenn sie den Vollmond ansehen, können Yokos sie aufspüren - nach einem alten Volksmärchen) und nur sie kann den Yoko töten, denn die Monster sind unsterblich. Wie soll sie diese Aufgabe plötzlich bewältigen?

Aoba ist der Gesandte, der Prinzessin Sakura zur Hauptstadt bringen soll. Er verhält sich sehr unfreundlich und hänselt sie geradezu. Aber er scheint auch irgendwie nervös und und unter Strom zu stehen... Als herauskommt, dass er eigentlich Prinz Ora selbst ist und sich nur für den Gesandten ausgegeben hat, um die Prinzessin zu ärgern, kann Prinzessin Sakura es nicht fassen!
Wie soll das nur weitergehen?

Zeichenstil:
Neben diesem Manga von Arina Tanemura, habe ich nur ihren alten Manga "I*O*N" (1997) gelesen und den Anime "Jeanne - Die Kamikaze-Diebin" (2001) im Fernsehen gesehen. Wie euch bei der Rezension von "I*O*N" vielleicht aufgefallen ist, liebe ich ihren Zeichenstil. Aber ich habe auch ein paar Veränderungen entdecken können. Im Vergleich sind die Augen der weiblichen Figuren größer und runder geworden, die der Männer kleiner und spitzer. Was mir ebenfalls aufgefallen ist, (weil es mir an manchen Stellen sogar leicht Angst gemacht hat) ist dass bei den Augen der Rand der Iris breiter geworden ist und somit ein ganz anderer Effekt entsteht. Die Hände haben sich völlig verändert, früher langgliedrig, einfach und elegant, jetzt kürzer, die Nägel sind klar gezeichnet und kantiger. Außerdem fällt in diesem Manga auf wie viel Mühe sich Arina Tanemura mit den Umgebungen macht. Es gibt sehr viele kleine Details, deshalb habe ich auch manchmal das Gefühl, dass einzelne Seiten zu überladen sind. Was mir wiederrum super gefallen hat, sind die Kleider! Die sind super schön geworden und dieser Manga hat auch Potenzial als Anime herauszukommen. 

Meine Meinung:
Insgesamt bin ich begeistert! Die Geschichte scheint am Anfang nur eine altertümliche und vielleicht auch traurige Romanze zu sein, aber dann tauchen die Yoko auf, Prinzessin Sakura soll eine Mondprinzessin sein und plötzlich wird alles mystisch und magisch. Die Idee, dass sich Prinz Ora zuerst als Gesandter Aoba ausgibt und Sakura reinlegt, ist genial und super witzig. Das Konzept der Geschichte, dass Sakura ein Nachkomme einer mächtigen Person ist, die Macht in sich trägt gefährliche Monster zu töten, sich verwandelt wenn sie ihre Käfte einsetzen muss, ähnelt sehr dem Konzept von "Kamikaze Kaito Jeanne". Aber durch die komplett andere Umgebung und Hintergrundgeschichte und die völlig andere Liebesgeschichte, ergibt sich wieder eine neue Story. Ich finde es spannend, dass sich Arina Tanemuras Zeichenstil so sehr geändert hat, auch wenn ich dem alten etwas nachtrauere, da ich ihn geliebt habe. Ich bin aber super erleichtert, dass sich die Augen und die Kinnform (was für mich das besondere Markenzeichen von Arina Tanemuras Zeichenstil ist) nicht zu sehr verändert haben. Das Letzte, was ich dieser Rezension noch hinzufügen würde ist, dass ich definitiv die weiteren Bänder lesen werde!

Fazit:
Ich vergebe 4,5 von 5 Punkten! :))
Arina Tanemura Fan For Life! ;)

Kommentare:

  1. Ich freue mich wirklich,dass ich dir einen Tipp geben konnte.Also eine Teilnehmerin bei deinem Gewinnspiel hast du auf jeden Fall sicher,nämlich mich ;)
    Das kann ich mir doch nicht entgehen lassen
    :*

    AntwortenLöschen
  2. :)) Das freut mich! Nur welcher Manga es nun wird, bleibt offen. :D

    AntwortenLöschen
  3. Danke, dass du Leser geworden bist!
    Ich hasse Geschichte auch ;) Und Englisch geört auch zu meinen Lieblingsfächern.
    Cooler Blog!

    AntwortenLöschen
  4. :) Uh, das ist ja cool ^^
    Danke ♥ :))

    AntwortenLöschen
  5. hey :)
    ich habe auf meinem blog auch mal eine buchvorstellung gemacht, kannst sie dir ja mal anschauen ;)
    hier ist der link:
    http://creativephotoworld.blogspot.de/p/buchvorstellung.html
    lg, lea

    AntwortenLöschen
  6. Hey :) Oh cool, hab vorbeigeschaut! :)

    AntwortenLöschen

Danke für dein Kommentar! :) ♥