[Rezension] Avalon - Rosendorn - Jenna Black

Infos zum Buch:
Autor/in: Jenna Black
Preis: 14,99€
Seiten: 399
Verlag: PAN
Originaltitel: Glimmerglass
Reihe: "Avalon"-Trilogie
  1. Rosendorn
  2. (eng.) Shadowspell
  3. (eng.) Sirensong

Klappentext:
"Ich heiße Dana, und bevor ich nach Avalon gekommen bin, wusste ich nicht mehr über diese Stadt, als dass sie der einzige Ort auf der Erde ist, an dem sich die Feen- und die Menschenwelt überschneiden. Na ja, okay, den ganzen langweiligen Kram zur Geschichte habe ich in meinem Reiseführer auch überblättert. Aber inzwischen könnte ich selbst einen Reiseführer mit ein paar verdammt nützlichen Tipps schreiben: 1. Richtet euch darauf ein, dass ihr ein paar besondere Fähigkeiten entwickeln könntet und deshalb plötzlich zur meistgesuchten Person in Avalon werdet. 2. Packt unbedingt fluchttaugliches Schuhwerk ein. Und besonders wichtig: 3. Verliebt euch ja nicht in einen atemberaubend gutaussehenden Feenjungen! Denn wenn etwas zu gut scheint, um wahr zu sein, dann ist es das auch …"

Cover und Buchtitel:
Das Cover ist super gelungen! Das Mädchen stellt aller Wahrscheinlichkeit nach, Dana Hathaway dar. Und Ja, das rote Rosenkleid dient nicht nur der Schönheit, es hat sogar eine Bedeutung. Die roten Rosen dienen in der Geschichte als bekennendes Zeichen der Gefolgschaft des Dunklen Hofes von Faerie (der Feenwelt) und es passt hier sehr gut rein. Noch besser hätte ich es gefunden, wenn Dana auf dem Cover noch ihre Kamee-Halskette mit der weißen Rose getragen hätte, denn die weißen Rosen symbolisieren die Angehörigkeit an den Lichten Hof. Dana ist Halb-Sommerfee und Halb-Mensch. Also alles in allem - SUPER!
Auch der Titel "Rosendorn" passt perfekt zur Geschichte, da die Rosen als Symbole für die Höfe dienen und die "Dornen" den dezenten Hinweis darauf geben, dass diese Höfe es vielleicht nicht immer gut mit einem meinen. Ebenfalls sehr schön ausgewählt.

Schreibstil und Charaktere:
"Rosendorn" ist mein allererstes Buch von der, mir bisher unbekannt gebliebenen, Jenna Black. Und ich bin positiv überrascht! Der Schreibstil ist wunderbar, flüssig zu lesen, angenehm, humorvoll und wortgewandt. Ich hatte nie das Gefühl eine Lesepause einlegen zu müssen und so war das Buch in einem Rutsch durchgelesen. Es ist kein anspruchsvolles Buch, deshalb ist es auch für Zwischendurch sehr zu empfehlen. Das gesamte Buch über, erzählt Dana Hathaway, die Hauptprotagonistin, in Vergangenheit und in Ich-Form. Die Geschichte an sich hat mir ebenfalls gefallen, auch wenn die überstürzten Handlungen Danas für meinen Geschmack, nicht gut durchdacht waren. Die Idee mit Avalon, einem echten Ort, der zwischen der Menschenwelt und Faerie liegt, finde ich gut und interessant.

Dana Hathaway, sechzehn, Sängerin, noch Jungfrau, durchschnittlich hübsch (jedenfalls meint sie das) und ein Vollblut-Teenager. Ganz das typisch rebellische Image eines Teenagers annehmend, verlässt sie ohne ein Wort ihre Mutter, die ein offensichtliches Alkohol-Problem hat, und macht sich nichtsahnend auf den Weg zu ihrem Vater in Avalon. Dort angekommen bemerkt sie schon bald, dass dieser "spontane Besuch" möglicherweise keine gute Idee ist, als ihre Tante Grace sie kurzerhand entführt. Und das ist nur eine Katastrophe von vielen, die Dana erwarten.

Auch wenn ich es sehr überstürzt und etwas beängstigend finde, dass Dana einfach mal so von zu Hause wegläuft und nach London zu ihrem Vater reist, den sie nicht mal kennt, kann ich ihr Handeln ein bisschen verstehen. Ich weiß nämlich nicht, wie es ist, mit einer Alkoholikerin als Mutter aufzuwachsen/zusammenzuleben und schon früh allein zurechtzukommen. An einer Stelle sagt Dana sogar, dass sie, seit sie sechs ist für sich selbst kochen müsse. Aber genau an der Stelle denke ich mir, hätte das doch irgendjemandem auffallen müssen. Zumindest im Kindergarten oder in der Grundschule hätte irgendein Lehrer es bemerken und das Jugendamt benachrichtigen müssen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Mutter einfach so damit durchgekommen ist. Außerdem ist mir auch schleierhaft, wie sie mit ihrem Alkohol-Problem und ihrem "Dauer-Ausnüchterungs-Zustand" irgendeinen Job hätte bekommen können, geschweige denn Geld verdienen können.

Jedenfalls hat mich das sehr überrascht, denn ich hatte zu Anfang der Geschichte gedacht, dass Dana eine verantwortungsbewusste und durch ihre hoffnungslose "Mutter", abgehärtete, junge Erwachsene wäre. Und wieder einmal merke ich, dass ich momentan viel zu viele Bücher lese, in denen die Sechzehnjährigen total über alles Bescheid wissen, flirten können wie die Weltmeister und erwachsener sind, als so manch ältere Menschen, die ich so im wahren Leben kenne. Da ist Dana Hathaway wirklich eine erfrischende Abwechslung, denn sie ist ein wahres Unschuldslamm und hatte mit ihren sechzehn Jahren nicht schon tausend Liebschaften. Mir hat Dana, der anscheinend nie etwas gutes passiert, über die alle anderen herrschen, sie kontrollieren, ihr keinen Freiraum geben und sie permanent anlügen und enttäuschen, echt leid getan. Aber mir ist sie auch sympatisch, denn sie hat einen gesunden Humor und versucht immer, die immer schwierigen Situation mit ihrem Sarkasmus zu retten. Da ist es nicht überraschend oder schlimm, dass alles irgendwann zu viel wird und Dana mal ausbrechen und weinen muss. Als Person habe ich sie liebgewonnen und der Humor hat mich oft zum Lachen gebracht. Gut finde ich ebenfalls, dass die meisten Charaktere Tiefgang haben und schön herausgearbeitet sind.

Meine Meinung:
Zusammenfassend kann ich sagen, dass mir diese Geschichte doch sehr Spaß gemacht hat. Der Schreibstil ist wunderbar und auch wenn es ein paar Logikfehler gibt, finde ich den Auftakt der Trilogie gelungen. Die Hauptprotagonistin geht quasi durch die Hölle und genau das lässt den Leser zu ihr auftauen. Auch diese Beziehung zu Ethan, den unverschämt gutaussehenden Elfenjungen, ist sehr interessant und authentisch und ich freue mich, dass es sich nicht zu dieser typischen "wir sehen uns in die Augen und schon steht fest, dass wir für immer und ewig zusammenbleiben werden"-Sache entwickelt hat. Mir kommt es so vor, als würde Dana die ganze Zeit über gefangen gehalten werden. Erst zum Ende hin kommt die Vorahnung von einer möglichen Verbesserung dieses "Zustands". In Dana steckt Potenzial, genau wie in diesem Buch.

Fazit:
4 von 5 Punkten!
Humorvoller Auftakt der Geschichte eines ziemlich verkorksten Teenager-Halbfee-(noch) Jungfrau-Lebens. :)

Kommentare:

  1. Super Rezi! :)
    Seh ich ganz genauso: PANVerlag, bleiiiiiibt!!!

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  2. Ich wills uuuunbedingt lesen!! ;DD
    Bin auch dafür, dass der mir am treueste Verlag bleiben soll!! Aber jetzt ist schon alles zu späääät..

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  3. Hört sich nach einem wundervollen Buch an. Danke für die Rezi, die Reihe werde ich im Auge behalten :)

    LG
    Lilly

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  4. Danke ♥ :))) Ihr wisst gar nicht, wie einen solche lieben Kommentare immer freuen. :) :*

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Danke für dein Kommentar! :) ♥