[Rezension] Engel der Nacht - Becca Fitzpatrick

Infos zum Buch:
Autor/in: Becca Fitzpatrick
Preis: 9,99€
Seiten: 416
Verlag: Goldmann
Originaltitel: Hush Hush
Reihe: "Engel der Nacht"-Tetralogie
  1. Engel der Nacht
  2. Bis das Feuer die Nacht erhellt
  3. Rette mich
  4. Engelslicht

Klappentext:
Als Nora ihm zum ersten Mal begegnet, weiß sie gleich, dass seine tiefschwarzen Augen mehr verbergen als offenbaren: Patch wirkt geheimnisvoll, fast unheimlich auf sie und macht ihr auch etwas Angst. Immer öfter hat sie das Gefühl, verfolgt zu werden. Hat Patch etwas damit zu tun? Irgendetwas scheint mit ihm nicht zu stimmen. Wo kommt er her, warum fühlt sie sich so sehr zu ihm hingezogen – und diese Narbe auf seinem Rücken, was hat sie zu bedeuten?

Cover und Buchtitel:
Zuerst einmal - ist das Cover nicht der absolute WAHNSINN? Ich liebe es, es ist bis jetzt eines der schönsten, die ich je gesehen habe! Ein riesengroßes Lob an die Covergestalter. Zu sehen ist ein Mann der anscheinend von Himmel fällt. Seine Haltung lässt schließen, dass er Schmerzen hat oder verzweifelt ist. Die "Reste" seiner Flügel sind scharz, die Federn fallen immer mehr ab. Ein Flügel ist sogar gebrochen. Die ausgerissenen  Federn fliegen um ihn herum und es sieht so aus, als würde der gefallene Engel mit letzter Kraft nach dem Himmel greifen. Der Hintergrund ist ein strahlend blauer Himmel, links oben sind Sonnenstrahlen, die auf den Unterleib des Mannes strahlen. Der Mann trägt nur eine dunkle Hose, mehr nicht. Mich fasziniert die Haltung des fallenden Engels. Wer immer das Model war, hat fantastische Arbeit geleistet, es sieht so unglaublich schön aus! Außerdem ist sein Mund zu einem Schrei geöffnet. Sein Körper ist muskulös, aber schmal. Traumhaft! ;)
"Engel der Nacht" ist ein gut gewählter Titel. Schon das Bild zeigt einen fallenden Engel. Und gefallene Engel kennen wir als die "dunklen" Engel, die durch ein Vergehen vom Himmel verbannt wurden. Es gefällt mir!

Schreibstil und Charaktere:
Schon am Anfang war ich vom Schreibstil positiv überrascht. Er ist sehr gut zu lesen, flüssig, SEHR witzig und die Sprache ist ebenfalls gut gewählt. Die Geschichte ist in Vergangenheit und aus Nora's Sicht in der Ich-Perspektive verfasst, was mir ebenfalls sehr gefallen hat. Becca Fitzpatrick legt offensichtlich mehr Wert auf Gedanken, Dialoge und Handlungen, als auf Umgebungen, was ich als eine nette Abwechslung empfunden habe. Es ist erstaunlich, dass die 400 Seiten nicht eine einzige sehr umfangreiche Umgebungsbeschreibung enthalten. Vorallem gefällt mir, dass sich beim Lesen ganz klar Nora in den Vordergrund stellt, weil die Umgebung nur sehr wenig erwähnt wird. Also bei dem Schreibstil habe ich nichts auszusetzen, toll!

Nora ist ein sonderbares Mädchen. Sehr intelligent, lockige, braune Haare, graue Haare, schlank und verletzlich. Wie ich finde auch etwas fragil. Sie lebt allein mit ihrer Mutter in einem abgelegenen Farmhaus. Ihre Mutter ist sehr lange und oft arbeiten, damit sie das Haus bezahlen können. Dorothea ist die Haushälterin. Nora's Vater starb bei einem Unfall, seitdem muss Nora wöchentlich einmal zum Schulpsychologen. Sie und ihre Mutter wollen unbedingt das Haus behalten, denn es erinnert sie an den Vater. Das Mädchen tut alles daran nur As in der Schule zu bekommen, um ein Stipendium an guten Universitäten zu bekommen.

Vee ist Noras allerbeste Freundin und sie vertrauen sich alles an. Sie hat blonde dicke Locken, grüne Augen und eine üppige Figur. Sie ist durchgeknallt, waghalsig und mir sehr unsymphatisch. Wenn sie meine beste Freundin gewesen wäre, hätte ich sie schon lange auf den Mond geschossen oder umgebracht, so oft wie sie Nora vor anderen bloßstellte. Vorallem war sie mir einfach zu kindisch und ich habe sie einfach nicht leiden können.

Patch ist der geheimnisvolle, gutaussehende Neue in Noras und Vees Klasse. Muskulös, Schwarze Haare, schwarze Auge, dunklere Haut, dunkle Klamotten. Sogar seine Atmosphäre ist dunkel. Unverhohlen bringt er Nora mit seinem Aussehen und seinen unverschämten Sprüchen regelmaßig (eigentlich immer) aus der Fassung. Ich muss mehrmal so laut lachen, dass mein Bauch wehtut. Patch ist mir von seinem Humor her, am sympathischsten.

Nach der ersten Bio-Stunde mit ihm, hat Nora nichts von ihm rausbekommen, aber er dafür fast alles von ihr. Sogar Dinge, die sonst niemand von ihr weiß, errät er. Schon da finde ich es sehr seltsam, dass Nora keine wirkliche Furcht empfindet. Klar, sie hat etwas Angst und ist verwirrt (was sie im Laufe des Buches ungefähr hundertmal gedanklich wiederholt), aber hält sich trotzdem nicht von ihm fern. So wie er im Buch beschrieben wird, ist er mir zu unheimlich. Und Nora kommt mir echt dumm vor, dass sie nicht, spätestens als er sie in einer Gasse trifft, sich von ihm fernhält...

Dann ist da noch diese unheimliche Person, ganz in Schwarz mit der Ski-Maske. Unheimliche Dinge passieren und Nora hat ständig das Gefühl verfolgt und beobachtet zu werden. Auch an den Stellen habe ich mich entnervt gefragt, wieso sie nicht die Polizei verständigt oder es irgendwem anders anvertraut als ihrer bescheuerten Freundin Vee.

Meine Meinung:
Ich hatte keine übermäßig großen Erwartungen an das Buch und bin überrascht. Von Anfang an stellt sich große Neugier ein, als Nora mit Patch zusammentrifft. Der Leser weiß, dass er der gefallene Engel sein muss, die Fakten waren zu offensichtlich. Und trotzdem erfährt man über eine große Anzahl an Seiten rein gar nichts. Das ist ein Punkt, den ich auch sehr schade finde. Die Neugier am Anfang verpufft irgendwann, weil Nora einfach nichts von ihm herausfindet, denn ihre wenigen Versuche, mehr herauszubekommen, sind echt arm und zu amateurhaft. Zudem war mir Nora echt zu unvorsichtig, dabei war sie ja SO intelligent in der Schule. Sie legte es praktisch das ganze Buch darauf an, sich in einen wildfremden Kerl zu verlieben, der sie noch dazu anscheinend stalkt. Dann ist mir Vee mit ihrer übertrieben kindischen und aufmerksamkeitssüchtigen Art einfach zu unsympathisch. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es wirklich zwei Menschen geben kann, die so verschieden sind und dann beste Freundinnen sind. Himmel, es ist alles so schrecklich unrealistisch! Aber dann kommen die letzten 100 Seiten. Sie haben das Los nochmal herumgerissen und verhindert, dass ich das Buch niedergeschlagen in die Ecke werfe. Endlich kommen ein paar Antworten auf meine zehntausend Fragen, aber auch dann waren noch nicht alle beantwortet. Das Ende war spannend, ohne Frage, aber es war mir einfach vom Ganzen zu wenig. Das allerbeste an dem Buch war das phänomenale Cover. An zweiter Stelle kommt der humorvolle Schreibstil und an dritter Stelle das Ende. Der Rest war etwas anstrengend.
Ich freue mich dennoch auf den zweiten Band der "Hush Hush"-Saga! :)

Fazit:
3,5 von 5 Punkten! :)
Schön für zwischendurch. :)

Kommentare:

  1. Hm, das Buch "subbt" schon ne halbe Ewigkeit bei mir rum *lalala* Vllt sollte ich es doch mal iiiiirgendwaaaaannn lesen? ;) Aber wenn Bücher eher so "nett" sind, finde ich meistens was anderes was ich lieber lesen will xD

    Schöne Rezi!

    LG
    Monika

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  2. Danke dir! :) ♥

    Ja, geht mir genauso! ^^ Aber vielleicht sollte ich erwähnen, dass die Mehrheit das Buch "obertollgenialschön" fanden? :D Ich bin da wohl die Ausnahmen.^^

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  3. Also ich habe das Buch nun schon zum 2. Mal gelesen und ich liebe es einfach. Die zwei Teile die nun schon in Deutsch erschienen sind, sind zu meinen Lieblingsbüchern geworden.

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  4. Hab ich oft gelesen, dass viele diese Buch unschlagbar schön fanden. Mich hat's irgenwie nicht überzeugt. :/ Aber Geschmächer sind eben verschieden.^^

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Danke für dein Kommentar! :) ♥