[Rezension] About a boy - Nick Hornby

Infos zum Buch:
Autor/in: Nick Hornby
Preis: 9,95€
Seiten: 256
Verlag: Cornelsen

Klappentext:
"Kinder sind so ungefähr das letzte, was sich Will Freeman, 36 Jahre alt und überzeugter Single, wünscht. Er lebt gut und faul von den Tantiemen eines Weihnachtslieds, das sein Vater 1938 komponiert hat. Seine Tage verbringt er mit Nichtstun, und für die Abende bemüht er sich zur Abwechslung mal um junge, alleinerziehende und gutaussehende Mütter. Marcus mit seinen zwölf Jahren hat ganz andere Probleme. Seine Eltern haben sich getrennt, und seine Mutter hat die beängstigende Neigung, beim Frühstück zu weinen. Ausserdem hasst sie Turnschuhe an Kinderfüssen. Die falsche Kleidung, der falsche Haarschnitt und eine von der Mutter geerbte musikalische Neigung für Joni Mitchell machen Marcus in der Schule zum Aussenseiter. Zum Glück bringt ihn das Schicksal mit Will zusammen, der Experte in Mode und Popmusik und Fussball ist. Marcus merkt bald, wie nützlich ihm Will beim Aufbau einer neuen Persönlichkeit sein kann. Fast gegen seinen Willen gerät Will so in den Sog von Kindern und Müttern..."

Cover und Buchtitel:
Das Cover ist passend zum Film gestaltet, den es auch schon länger gibt. Das Buch sollte ich mir für die Schule kaufen, deshalb weiß ich nicht, ob ich es mir auch so gekauft hätte. Dieses Buch ist ein bekannter Klassiker und ist sehr bekannt, meistens wird das Buch auf englisch für den Englisch-Unterricht genommen. Ich denke aber nicht, dass ich es mir unter normalen Umständen gekauft hätte, denn der Klappentext hat mich nicht sehr angesprochen. Der Titel "About a boy - Der Tag der toten Ente" ist gut gewählt, da er viel mit dem Inhalt des Buches zu tun hat.

Schreibstil und Charaktere:
Nick Hornby schreibt sehr gut, es ist flüssig und einfach zu lesen. Es ist eine wirklich leichte Lektüre und ist bestens geeignet für "zwischendurch", da es nur 256 Seiten hat. Die Geschichte ist in Präteritum und ist in der Ich-Form abwechselnd aus Marcus' und Wills Sicht geschrieben, was ich auch toll fand! So konnte man beide Gedankenflüsse gut kennenlernen.

Die beiden Charaktere sind mir ans Herz gewachsen, wovon ich sehr überrascht bin.

Marcus ist ein zwölfjähriger Teenager, der in seinem Leben Dinge gesehen hat, die er nicht in seinem Alter hätte sehen sollen. Auch hat ihn seine Mutter Fiona quasi zum Außenseiter "erzogen", da sie ihn nicht wie einen normalen Teenager behandelt. Sie bevormundet ihn überall und erkennt einfach nicht, dass ihr Junge unter der Situation in der Schule und auch zu Hause stark leidet und somit einfach nicht normal sein kann.

Fiona ist eine depressive, frisch geschiedene Mutter, die keine führende Rolle mehr im Haushalt spielt. Sie ist ein Hippie und erzieht ihren Sohn gewollt auch zu einem Freak, was ihm nicht gerade in der Welt weiterbringt. Durch ihre starke Depressivität muss sie sehr oft grundlos weinen und verbergt es nicht einmal vor ihrem Kind, das nicht weiß, wie es mit dieser Situation umgehen soll. Dadurch wurde Marcus ein Erwachsener in dem Körper eines Kindes. Zu der schlimmen Situation von Marcus sagt sie, er solle abwarten und ihnen erstmal aus dem Weg gehen. Marcus regt diese Antwort auf, denn es war nie gut für ihn in der Schule gewesen und es war ja nicht so, als ob er sich den gemeinen Typen auf dem Silbertablett präsentierte.

Will ist ein 36-jähriger gutaussehender, cooler Mann. Er braucht nicht zu arbeiten, denn er lebt von den Tantiemen und deshalb tut er es auch nicht. Das einzige woran er aus ist, ist eine schöner One-Night-Stand und ein unkompliziertes Leben für sich allein. Er kapselt sich bewusst aus und will es auch so. Außerdem hasst er Kinder und Famile und sowas. Doch dann fand er heraus, wie unkompliziert es war mit frisch geschiedenen Müttern auszugehen, denn sie würden nach einiger Zeit so oder so Schluss machen, da sie doch nicht für eine neue Beziehung bereit waren. Will gefiel das und er nutzte es schamlos aus.

Meine Meinung:
Das Buch war interessant und witzig, denn Marcus kannte sich noch nicht so gut mit Witzen aus und das war dann wieder witzig, weil es dann so trocken rüber kam, während Will der König des Sarkasmusses war.( langer und komplzierter Satz! :D ) Das Buch hat mir ganz gut gefallen, obwohl ich wegen Marcus' Mutter ständig innere Aggressionen bekam, weil sie einfach die schlimmste Mutter war, von der ich je gehört habe. Marcus tat mir wirklich leid und ich hatte das verrückte Bedürfnis ihn mal zu trösten (was verrückt ist, denn es ist ja nur eine Geschichte ^^).
Das Buch war gut, aber auch nur "gut".

Fazit:
3 von 5 Punkten! :)
Für den Schulunterricht definitv geeignet! :)

Kommentare:

  1. Ich lese in Englisch gerade "Slam", das ist vom gleichen Autor :)

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  2. Ja, von dem Buch hab ich auch gehört. :) Ich glaube, "Slam" ist etwas neuer als dieses. :)
    Danke für dein Kommentar! :)

    Liebe Grüße,
    Lydia

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  3. Hey,
    das Buch ist nicht in der 1. Person geschrieben, sondern es handelt sich um die 3. Person (er/sie), hier im besonderen um einen allwissenden Erzähler (omniscient narrator), der einerseits von Szene zu Szene springt, andererseits aber auch genau weiß, was in den Hauptpersonen (und ggf. weiteren Charakteren) vorgeht.
    Trotzdem Vielen Dank für die Hilfe
    Basti

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Danke für dein Kommentar! :) ♥